So lang war ich unzufrieden, dachte, ich muss jemand anderes sein. War einem Phantom, einem Bild aus einem fremden Traum auf den Fersen. Im folgenden Gedicht geht es darum, einen Sinn für mich zu entwickeln – das Leben zu leben, das mir entspricht. Das geht nur, wenn ich die Jagd nach dem Phantom, nach dem besseren „Ich“ aufgebe und sehe, wer ich wirklich bin. Viel mehr, als ich denke. Was ich bisher sehe, ist nur die halbe Wahrheit. Ich richte meinen Blick auf die Dinge in meinem Leben. Ich behandle mich als eines dieser Dinge. Und verliere mich aus den Augen. Lerne, mich wie ein „Ding“ zu verhalten, statt einfach zu sein, wie ich bin. Zeit für einen neuen Blick, für neue Perspektiven!

Mir das Leben geben


Hab vergessen, wer ich bin,

Um anderen zu gefallen.

Jetzt finde ich mich wieder.

Hab aufgehört zu leben,

Jetzt tu ich, was ich liebe.

Brauch mich nicht mehr suchen!

Schau mir zu beim Sein zu, Entdecken,

Fühlen, Sehen, mir das Leben geben.

 

Mein ganzes Leben, hab ich gesucht,

Nach mir, in tausend Dingen,

In Millionen Ideen, in Nächten am Lagerfeuer,

Hand in Hand,

Allein und in Tränen im Regen, nur ich und der Boden,

Bin gefallen um zu gefallen,

Und tat mir selbst leid,

Weil ich mich nicht kannte.

 

Habe gesucht, was mir näher ist, als meine Augen und Ohren,

Ich zu sein, ist so normal,

Dass ich mehr suche. Mehr als ich bin.

Aber es gibt nicht mehr,

Und dabei verliere ich alles,

Verliere mich in tausend Wünschen,

Erfülle mir die einfachsten nicht,

Finde mich selbst, wenn ich alles verliere.

Immer wieder, immer wieder,

Bis ich aufhöre zu suchen,

Und einfach hier bleibe.

Hier. Jetzt. Da, wo ich bin.

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