„Ich muss mehr Geld verdienen“ – seit mehr als 10 Jahren begleitet mich dieser Satz durch fast meine ganze Zeit als Selbstständiger. Es scheint, als würde es mir niemals gelingen, endlich über genug Geld zu Verfügung, um nicht nur von meiner Arbeit Leben zu können, sondern mich damit auch um meine Schulden von früher und das Ersparte von morgen zu kümmern. Wie soll ich damit umgehen? Wie komme ich da raus?

Als ich 20 war und mich selbstständig machen wollte, war ich so enthusiastisch. Mir war Geld egal. Ich war mir sicher, dass davon immer genug da sein würde. Und es war so. Erst einige Jahre später, als ich auch finanziell erfolgreich wurde, kam der Gedanke auf: Es soll mehr werden. Es muss mehr werden! Warum wird es nicht mehr? Seitdem hänge ich fest. Und je verbissener ich mehr will, desto hartnäckiger scheint die Lücke, scheint der Verlust an meinen Füßen zu kleben.

Ich bin erfolglos, wenn ich nicht mehr das tue, was ich liebe. Und was ich tue, mache ich ohne Liebe, wenn ich nur aufs Geld schaue.

Wenn ich nur dran denke, dass ich „mehr Geld verdienen“ will, vergesse ich: Ich will etwas tun, das auch andere bereichert, nicht nur mich. Und so war ich früher schon mal – ohne es zu wollen – zu auch zu großem finanziellen Erfolg gekommen.

Ich will wieder schreiben. Kreativ sein. Etwas von Bedeutung erschaffen. Lösungen finden, die mich und auch andere weiterbringen können. Dann bin ich reich. Dann bin ich schon reich!

Was willst Du? Was macht Dein Leben reich? Wie kannst Du Dich und andere bereichern?

 Mit dem Gedanken im Kopf „Ich muss mehr Geld verdienen“ kann ich das nicht. Ich bin nicht dazu in der Lage, etwas von Wert zu schaffen. Ich erschaffe für mich und andere Armut.  

Nur ein (geistig) Armer schreit nach mehr, nach immer mehr. Und er ist zu nichts in der Lage, als sich selbst zu bemitleiden.

Das Ende der finanziellen Not beginnt „in mir“

In meiner heutigen „work“-Mediation habe ich einen Teil meines früheren Enthusiasmus wiedergefunden. Mein Wille, an viel Geld zu kommen, er macht mich zu einem armen Mensch. Finanziell und mental. Es hätte fast meinen Körper zerstört, meine Nerven, mein Leben – da bin ich mir heute sicher. Der Wille, reich zu werden hat mich meinen Sinn fürs Leben gekostet.

Hier kommen meine Erkenntnisse aus meiner Reflexion des Gedankens: „Ich muss mehr Geld verdienen“

Situation: Heute, auf dem Balkon beim Frühstücken

Erste Frage:

„Ich muss mehr Geld verdienen – Ist das wahr?“

Ja

Zweite Frage:

„Kann ich absolut sicher wissen, dass das wahr ist?“ (Fühlen, nicht denken)

Nein

Dritte Frage:

„Wie reagiere ich, was passiert in diesem Moment, wenn ich denke, „Ich muss mehr Geld verdienen“?

Ich überlege angestrengt, meine Arme spannen sich an. Ich habe das Gefühl, sofort losrennen zu müssen, werde unruhig. Ich bin unkreativ, denke, ich habe keine Zeit zum Essen, keine Zeit für alles außer Arbeit.

Bin abgestumpft, behandle mich rücksichtslos, habe keinen Blick dafür, was mir gut tut, sehe unsere Kunden als Melkkühe, will nur an ihr Geld ran, sie sind mir egal.

Vierte Frage:

In dieser Situation beim Frühstücken auf dem Balkon: „Wer wäre ich ohne den Gedanken „Ich muss mehr Geld verdienen“?

Ich müsste nichts machen, außer hier sitzen und essen. Ich fühle mich vollständig, angekommen, ruhig, gelassen, voll präsent, in mir ruhend, bewusst. Wäre einfach da. Dankbar für diesen Moment, würde mich mögen, wäre zufrieden.

Ich würde sehen, dass ich daraus etwas lernen kann, wenn das Geld knapp ist, empfinde es als Situation, mit der ich umgehen kann, nicht als Problem. Fühle mich wohler mit der Situation. Stärker, unverwundbar.

Umkehrung des Gedankens „Ich muss mehr Geld verdienen“ und Beispiele dafür, dass auch das wahr ist:

„Ich muss weniger Geld verdienen“

Beispiel 1: Um zu sehen, dass mein Leben, mein Glück und mein Wohlbefinden nicht von Geld abhängt. In diesem Moment sähe mein Leben viel besser aus, wenn ich mir nicht Gedanken ums Geld verdienen machen würde! Ich könnte mein Frühstück und die Sonne auf meinem grünen Balkon genießen.

Beispiel 2: In meinem Leben muss es um weniger Geld verdienen, mehr ums Helfen, ums Bereichern anderer gehen. Weil mir das Freude macht und ich mich damit selbst bereichere.

Beispiel 3: Wenn ich ein Ziel habe, das nicht mit Geld zu tun hat, bin ich mehr angetrieben, habe mehr Energie, mehr Freude am Tun.

Geldsorgen endgültig loswerden: Wie kann ich diese neue Perspektive leben?

Mein Denken zu ändern, ist der halbe Weg. Genauso wichtig ist, danach zu leben, was ich gelernt habe. Wie kann ich umsetzen, was ich über mich neu erfahren habe?

  1. Ich tue Jetzt etwas, das mich und andere reicher macht. Immer, und besonders dann, wenn ich mich arm fühle. Wie geht das? Indem ich etwas mache, das ich liebe. Dann bin ich reicher. Besser gelaunt. Erfüllt. Habe etwas zu geben, anstatt nur etwas bekommen zu wollen.
    Bin ein besserer Mitmensch. Und manche dieser Dinge helfen auch anderen direkt.
    Ich will mich drauf konzentrieren, anderen dabei zu helfen, besser schreiben zu lernen (hier denke ich an meine Firma WORTLIGA und unser Tool für Schreiber)– mit dem Schreiben die eigenen Ziele zu erreichen.Ich gebe das weiter, was ich in vielen Jahren selbst lernen durfte. Auch hier im Blog.
  2. Indem ich wieder mehr Sachen aus Holz baue und verschenke.

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