Als die Erde entstand, brannte alles. Und was für ein Paradies daraus geworden ist! Genauso ist es mit unserem Leben. Alles scheint oft im Chaos zu versinken und nicht aufzugehen. Aber es geht auf. Garantiert. Du kannst dich dagegen wehren, oder es dir leichter machen.

Ich stecke fest im Leben. Und bin dankbar dafür.

Ich muss dir was gestehen: Mein Leben ist ein einziger Widerspruch:

Wenn du mich anstarrst, fühle ich mich schnell herausgefordert, provoziert. Aber ich träume von einer Welt, in der ich mit anderen Blicke wechsle, lächle. Nicht nur mit süßen Kindern und schönen Frauen. Ich träume von einer Welt, in der eine tiefe Verbindung wichtiger ist, als der Stärkere zu sein. 

Säßen wir bei einem Glas Wein zusammen, würde ich dir sagen (und es zur Not schreien), dass ich nicht nach Anerkennung suche, sondern sie mir lieber selbst gebe – und anderen gebe. Aber auf einer Feier erwische ich mich beim Angeben, beim Betteln um die magischen Blicke und Bemerkungen einer schönen Frau. Dabei, wie ich mich dauernd auf die Suche nach Bewunderern mache.

Außerdem liebe ich Menschen. Und ich hasse sie. Ich stecke meine Hand in die Tür, damit dir die Tram nicht vor der Nase wegfährt. Und wenn du in der U-Bahn nur deine Seite der Tür aufklappst, würde ich dir am liebsten einen kräftigen Tritt geben oder dich beim Überholen anrempeln.

Ich schreibe Blog-Artikel über Selbstliebe. Und dann stehe ich Minuten lang vor dem Spiegel. Verunsichert. Reduziere mich auf mein Aussehen, wie ich es auch bei dir tue.

Die größte Bremse in meinem Leben ist meine eigene Unzufriedenheit.

Ich kann mich nicht selbst überholen – und muss es auch nicht

Aber jetzt kommt’s: Ich sehe das alles. Ich bemerke, dass ich mir selbst die Suppe versalze. Ich merke, dass ich unfertig bin. Und anders als früher, kann ich das lieben. Und anstatt mich den ganzen Tag dafür zu schämen, knicke ich jeden Tag ein kleines Stückchen weiter vor mir selbst ein. Ich sehe mir selbst zu und erarbeite mir kleine Einsichten und neue Perspektiven auf die Welt, wie zum Beispiel, dass sie mich gar nicht ignorieren kann, sondern mir selbst mit ihrem Schweigen immer eine Antwort gibt.

 Ich kann mich nicht selbst überholen. Niemand kann sich selbst überholen. Aber ich kann mich selbst dabei unterstützen, mich weiterzuentwickeln. Was eigentlich keine Entwicklung ist, denn aus einer selbstliebenden Sicht bin ich heute da, wo ich sein soll. Weil heute nicht morgen ist. 

Wenn das Leben schwer fällt, lernen wir etwas

Es geht darum, mir selbst immer näher zu kommen. Ich entferne mich vom unglücklichen Ego-Charakter, mal in kleineren, mal in größeren Schritten, und mal mache ich scheinbar auch ein paar Schritte zurück. Nur scheinbar, weil auch das Zurückfallen gestern wichtig ist, um zu sehen, wie ich heute sein will. Und mal schauen, wo ich morgen stehe.

Das Universum fliegt mit einer unvorstellbaren Geschwindigkeit auseinander. Das Leben entfaltet sich genauso. Eine Blüte geht auf, blüht auf, verwelkt. Und so muss es mit dem Leben auch sein. Mit meinem Leben, mit deinem, auch mit dem Leben eines Tiers, mit einer Mikrobe, eines Staubkorns, einer Galaxie.

Was fehlt mir? Fünf Gramm Akzeptanz, drei Kilo Dankbarkeit

Wie beim Urknall, wissen wir nicht, was vor unserer Geburt mit uns war. Plötzlich ist alles da und passiert in einer unglaublichen Geschwindigkeit. Einige Dinge versuchen wir festzuhalten, aber es klappt nicht. Und wie in den unendlich vielen Sonnensystemen kommt eines zum anderen und die einzige Konstante ist die Veränderung. Es ist ein magisches Spiel, mit Schrecken und Schönheit. Aus einem weniger persönlichen Blickwinkel ist es aber immer wunderschön und nie anders, als es sein soll.

Jeder Schritt, egal in welche Richtung, ist richtig. Ich liebe mich und dich dafür, dass wir immer ins Licht fliegen, immer auf der Suche nach dem Glück sind und immer dann eine größere oder kleinere Dosis Leid bekommen, wenn wir es brauchen. Nur so entwickeln wir uns, scheinbar.

So wie viele Lebewesen einst das Meer verlassen musste, weil es nicht mehr genug Nahrung oder Lebensraum im Wasser gab, um schließlich zum Säugetier zu werden. So wie unsere Vorfahren von den Baumkronen herunterklettern mussten – warum auch immer – um zum Mensch zu werden.

Warum machst du dich auf die Reise und verlässt die Baumkrone?

Mein größtes Problem, mein Grund, die Baumkrone zu verlassen, ist mein Bild von mir selbst. Mein Mangel an Nahrung und Lebensraum, mein Engpass, der mich aus dem Wasser treibt, ist mein Ego. Der Unruhestifter, der sich hervortun will, statt sich für andere zu öffnen. Der sich bedroht fühlt, wo keine Gefahr ist. Der immer vom Schlimmsten ausgeht und lieber kontrolliert statt vertraut. Danke für 31 Jahre volle Schubkraft!

Und wenn ich mir selbst seltener wehtue mit meiner Art, mit mir umzugehen, mit anderen, mit dem Planeten, dann ist das bei allen anderen vielleicht auch so. Dann braucht die Menschheit vielleicht immer weniger Leid. Kriege und Vernichtung. Keine Armut hier, während dort Überfluss herrscht. Wirtschaftskrise mitten im Überfluss. Angst mitten im Paradies, wo genug für alle da wäre.

 Dann entstehen vielleicht dort Verbindungen, wo bisher Trennung und Einsamkeit das Blut gefrieren ließen. Alles kann der Treibstoff für die schönsten Einsichten und Veränderungen sein. 

Der Urknall hat das Universum gemacht, in der größten Explosion aller Zeiten. Trotzdem bleibt zwischen allen Dingen da draußen immer eine Verbindung. Gravitation. Vielleicht noch mehr. Und während sich unsere Leben ähnlich schnell entfalten, gibt es für Menschen (und Aliens) glaub ich nur einen Weg: zusammenwachsen. Zusammen wachsen. Zusammen explodieren. Bis das Universum wieder verschluckt, was es uns geschenkt hat.

Mehr unter Hinter deiner größten Angst verstecken sich Stärke, Liebe und Chancen

Mein Vortrag für tiefes Selbstbewusstsein: „Selbst, bewusst und glücklich“:

  

Hier erfährst du mehr zum Vortrag (klicken)

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