In den letzten Tagen habe ich etwas spannendes entdeckt: Alle Menschen um mich herum sind absolut okay. Liebenswert. Ich mag euch einfach. Ob in der U-Bahn, im Supermarkt, am Telefon. Ich mag euch aber nur bedingungslos, wenn ich meine Urteile über euch fallen lasse. Und das Spannendste: Ich fühle mich selbst unglaublich gut, wenn ich euch beobachte, ohne meine Urteile. Ich liebe nicht nur euch, sondern auch mich. Nein, genauer: Ich BIN dann Liebe.

Was meine ich mit Urteilen? Zum Beispiel:

– Diese Frau ist alt
– Dieser Mann ist ein Ausländer
– Die ist aber schön
– Sie ist traurig
– Der ist reich
– Der ist ganz schön von sich selbst überzeugt
– Der ist grimmig, besser nicht hingucken
– Wie alt sie sie bloß?
– So nen Bart hätte ich gern
– Sie ist komisch
– Das Kind quengelt

Uuuuund so weiter.

Wenn ich zum Beispiel in der Tram sitze und die Leute auf der Straße beobachte, kann ich all diese Urteile, die Etikettierungen für einen kurzen Moment außer Acht lassen. Ich schaue den Leuten ins Gesicht und lasse dabei alle Gedanken außen vor, die dabei unweigerlich auftauchen.

Ich bemerke diese Gedanken, die Bewertungen und halte sie nicht fest. Folge ihnen nicht mit meiner Aufmerksamkeit. Ich bleibe beim Beobachten und sehe dann zum Beispiel wieder in das Gesicht eines älteren Mannes, der an meinem Fenster vorbei läuft. Ich nehme einfach seinen Anblick wahr. Kein Gedanke ist dafür nötig. Ich muss nichts tun außer zu schauen.

Wenn ich nicht urteile, bleibt nichts als Verbundenheit – das ist Liebe

Dann wird in mir ein Staunen wach. Ich sehe das Gesicht dieses Mannes und lasse es auf mich wirken. Es ist weder schön noch hässlich. Weder alt noch jung. Es ist einfach. Einige Gedanken tauchen in mir auf:

„So sieht das Leben aus.“

„Normalerweise interessiert mich so ein alter Kerl nicht“.

Manche dieser Gedanken fühlen sich schön an oder inspirieren mich, andere wirken im Vergleich belanglos oder sind stressig.

Ich konzentriere mich aber nicht sonderlich darauf, sondern halte meinen Blick offen auf die Menschen um mich herum. Und dann kommt da eine Verbundenheit, ich mag diese Leute auf einmal, ich finde sie ganz großartig. Ich bin entzückt und begeistert von diesen vielen, vielen verschiedenen Gesichtern. Ich fühle mich mit ihnen verbunden. Ein warmes Gefühl in der Brustgegend.

Eine schöne kleine Meditation. Ich bin frei in diesen Momenten. Frei nicht nur von Urteilen über die anderen, sondern auch frei von Urteilen über mich selbst. Sie sind einfach in diesen Momenten, und ich bin auch einfach.

Das ist Freiheit für mich. Das ist Selbstliebe.

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