Es gibt eine Alternative zur Unzufriedenheit: genauer gesagt gibt es zwei. Sie sind die einzigen Wege, mit Problemen umzugehen. Alles andere ist Selbstfolter. Zum Glück kannst du dich in jeder Situation neu für einen der beiden Wege entscheiden.

Ich habe zwei Möglichkeiten, mit den Dingen und Situationen in meinem Leben umzugehen:

  1. Entweder, ich nehme sie an. Nicht, indem ich mir einrede, dass sie gut sind. Sondern indem ich mich bewusst dafür entscheide, damit zu leben – zum Beispiel mit den vielen kleinen Unzufriedenheiten im Leben, die in Summe einen unglücklichen Menschen machen.
  2. Oder, indem ich alles Mögliche dafür tue, sie sofort zu ändern. Dazu zählt auch die Option, meine Sicht darauf zu verändern, wenn ich die Dinge selbst nicht verändern kann – zum Beispiel das Wetter. Das Weltwirtschaftssystem. Freunde. Feinde. Das Schicksal.

In beiden Fällen übernehme ich Verantwortung und werde zu einem mächtigen, wohlhabenden Menschen. Und jede andere Wahl macht mich unglücklich.

Was ich nicht ändern kann, kann ich lernen zu akzeptieren – aber wie? Wie soll ich etwas lieben lernen, das mich stört?

Ich kann es hinterfragen: Was stört mich daran? Was denke ich darüber? Und was stört mich mehr? Meine Gedanken, oder das Ding, die Situation selbst? Nach meiner Erfahrung sind es eigentlich immer meine Gedanken, die mich in Probleme bringen, ob es nun das runter gefallene Glas, die rote Zahl auf dem Bankkonto oder die zerbrochene Beziehung ist.

Indem ich meine Urteile hinterfrage, ändert sich meine Sicht auf die Dinge. Und damit ändern sich die Dinge oft sofort. Ich rede sie mir nicht schön. Ich erkenne neue Möglichkeiten.

  • Die kaputte Beziehung wird nach etwas mentaler Hygiene zur Befreiung.
  • Der einsame Abend zur Liebeserklärung an mich selbst.
  • Das überzogene Bankkonto ist nicht mehr das Zeichen meiner Armut. Ich habe mich mit jeder meiner Entscheidungen hier hergebracht. Der wahre Reichtum ist hier, in mir, das was ich bin. Kann ich danach leben und aufhören, mich wie ein armer Mensch zu behandeln, mich wie ein Bettler zu verhalten? Kann ich aufhören, neidisch zu sein auf andere? Ich weiß ohnehin nichts von ihrem Leben.

Rezept für sofort mehr Zufriedenheit: Eine bewusste Entscheidung treffen

Beispiel: Ich bin nicht das Opfer der Umstände – ich habe einfach keine Lust, mir eine neue Wohnung zu suchen, auch wenn die Hausverwaltung sich nicht ums kaputte Schloss der Eingangstür kümmert. Ich sehe: Ich entscheide mich, nicht auf die Suche zu gehen, auch wenn mich hier und da ein paar Sachen am Haus stören. Eine Stimme sagt mir: In München findest Du eh nichts anderes. Kann ich das sicher wissen? Nein. Das ist eine Ausrede. Ich könnte mich jetzt auf die Suche machen.

 Ich könnte jetzt den ersten Schritt tun, mein Möglichstes machen, anstatt mich zu beschweren. Aber ich tue es nicht. Und jetzt ganz bewusst: Ich sehe, dass ich eine Wahl habe. Ich habe immer eine Wahl. 

Und damit muss ich es nicht lieben, aber ich akzeptiere es und treffe eine bewusste Entscheidung. Und irgendwie liebe ich es dann doch. Ich kann sofort sehen, dass das Haus auch Vorteile hat. Nette Nachbarn. Moderate Miete. Keine nervigen Vermieter, die unter mir wohnen und mir Tipps geben, wie oft ich lüften soll.

Also, ich habe immer zwei Möglichkeiten, wenn ich unzufrieden bin:

  1. Mir bewusst machen: Ich lebe damit – ich bin zu faul, zu bequem, zu wenig unzufrieden damit, um wirklich etwas zu ändern. Dann beschwere ich mich aber nie wieder darüber, sondern treffe jetzt die Wahl, damit zu leben! Bis ich es vielleicht doch ändere und dafür den ersten Schritt mache. Mehr ist nicht nötig. Das ist das Ende der schleichenden Unzufriedenheit. Und der Beginn wahren Wohlstands.
  2. Es sofort verändern oder lernen, es zu lieben. Zusätzlich hilfreich bei Dingen, die du nicht ändern kannst: Meine Einstellung dazu verändern, meine Urteile darüber überprüfen. Zum Beispiel mit The Work von Byron Katie. Und dann alles Mögliche tun, um meine Situation zu verbessern. Jetzt mit positiver Energie statt blind vor Unzufriedenheit und Wut.

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