„Ich fühle mich nutzlos und überflüssig“ – Wie du dich aus der Nutzlosigkeit befreist

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Was musst du noch schaffen, um zufrieden zu sein? Was trennt dich vom Gefühl, gut genug zu sein? Hier gehst Du Deinem Gefühl von Nutzlosigkeit auf die Spur und lässt es hinter dir.

Deine Vorstellungen und Ansprüche an dich sind vielleicht nicht deine eigenen

Bist du auf der Welt, um fremden Vorstellungen zu entsprechen? Oder um deinen eigenen Vorstellungen gerecht zu werden? Woher nimmst du eigentlich deine Ziele und warum stellst du dir dein Leben so und nicht anders vor? Was davon kommt aus dir, und was davon haben dir deine Eltern, Freunde, Lehrer, Filme und Bücher beigebracht?

Kennst du das:

Ich bin oft wie ein Getriebener, denke, etwas herstellen, etwas schaffen zu müssen. Wenn ich nur lebe, keine neue Idee in die Tat umsetze, werde ich von Stunde zu Stunde unzufriedener.

Das geht dann so:

Ein freier Nachmittag, allein zu Hause auf der Couch? Die perfekte Gelegenheit, den Laptop aufzuklappen und zu arbeiten! Wenigstens Aufräumen muss sein. Und diese Meditation, die ich seit Jahren mache? Da sollte ich auch mal weiterkommen! Mehr machen! Ich muss was machen! Wenigstens ein interessantes Video ansehen. Und schon ist mein Tag gefüllt, randvoll mit mehr Gedanken, mehr Ideen, und das ist schön und interessant. Aber es heißt auch: weniger Raum für Muße, fürs Sein.

Ich muss was tun, sonst fühle ich mich unaufgeräumt. Was für ein perverser Gedanke – als wäre ich ein Gegenstand, den man aufräumen muss. Als müsste ich den Meter Erde immer erst verdienen, auf dem ich stehe.

Dabei ist mein Ziel nicht eine aufgeräumte Wohnung, ein toller neuer Blog-Artikel, ein neues Projekt in meiner Werkstatt. Mein Ziel ist ein Gefühl, eine Gewissheit; etwas vollbracht zu haben, mit dem ich zufrieden sein kann. 

Die Zufriedenheit ist Illusion, denn ich mache dann halbe Sachen, habe Stress, will nur fertig werden – nichts reicht. Die nächste Idee ist die nächste Station in der Hölle des Tun-Müssens, des für etwas Zu-Nutze-sein-Müssens.

Nichts, was ich mache, ist genug – ist das wirklich wahr?

Warum soll ich unbedingt etwas Großartiges vollbringen? Vielleicht, weil ich als Kind den Vorsatz gefasst habe: wenn ich groß bin, helfe ich Mama und Papa aus ihrem finanziellen Schlamassel heraus. Nicht ohne Grund hatte ich in den ersten Jahren meiner Selbständigkeit oft vor Augen, wie ich meinen Eltern ein Haus kaufe. Ich verbot mir, drüber nachzudenken, was ich will. Ob vielleicht auch ich später in einem Haus, in einem Garten wohnen will.

Was waren meine Ansprüche an mich, bevor ich meine Eltern retten wollte?

Was soll ich schaffen? Ein stilles Leben hinter der Briefmarkensammlung oder ein lautes auf der Bühne? 

Wie soll ich aussehen? So, wie jetzt, oder mit Waschbrettbauch, 90-60-90, um mich herum Tonnen von Blech mit Allradantrieb? 

Was soll ich tun: Karriere, Kinder, Küche? 

Wann bin ich jemals stehengeblieben und habe mich gefragt: WAS will ich wirklich? Oder, viel besser: was habe ich schon und wer bin ich wirklich? 

Wenn ich mir diese Fragen nicht stelle, fühle ich mich leicht nutzlos. Dann ist nichts genug, was ich mache. Das Wollen und mehr machen Müssen hat nie ein Ende. Lieber bringe ich den halbleeren Plastikmüll weg, um mich ganz kurz nützlich zu fühlen. Anstatt fünf Minuten Pause zu machen und einfach nur da zu sein.

Um wen geht es in deinem Leben?

Da bin ich selten. Meistens bin ich in den Angelegenheiten anderer: meiner Eltern – wie sie sich verhalten, was sie mir geben sollten. In den Angelegenheiten von Politikern – was sie falsch machen, was sie Richtiges nicht machen. 

Aber auch andersrum: ich mache mir die meiste Zeit Gedanken, wem ich gerade auf die Füße steige, in wessen Augen ich etwas gut mache, schlecht mache, in Zwergensprache: ob ich brav bin. 

Alles kommt vor mir: die Anerkennung, Wertschätzung und Respekt der Nachbarn, meines Chefs, meiner Freunde, sogar der Respekt meines Hundes ist wichtiger als meine eigene Anerkennung.

Die Freiheit der Nutzlosigkeit

Weil ich mich als selbstverständlich sehe. Und ob ich mich selbst respektiere oder nicht, was spielt das für eine Rolle? Ich denke nicht drüber nach.

Sich selbst lieben ist einfach, denkt es in mir. Von anderen geliebt zu werden, dafür muss man was können.

Aber bin ich, bist du selbstverständlich? Oder ist es nicht vielmehr ein echtes Wunder, ein Geschenk, dass wir hier sind? Muss erst etwas passieren, damit ich dieses Geschenk annehmen kann, mich darüber freuen, es wertschätzen kann? Muss ich wirklich zu etwas gut, zu etwas zu gebrauchen, zu etwas nutze sein? Wozu? WOZU?

Jeder Grund, der mir hier einfällt, hat nichts mit mir zu tun:

Ich bin der Welt, meinen Eltern, dem Staat etwas schuldig. Ich muss gut sein, um mir den Himmel zu verdienen. Ich muss fleißig sein. 

All das sage, denke, fühle ich aus der Sicht eines anderen. Einer Autorität, die über mir steht. Aber gibt es diese Stimme in meinem Leben, in meinem ERleben wirklich? Wer spielt die Hauptrolle in meinem Dasein, wer außer mir? Wem außer mir bin ich also etwas schuldig? Für wen muss ich Berge versetzen, außer für mich? Wer erwartet wirklich etwas von mir, außer mir selbst? 

Du bist nur nutzlos, wenn du für dich selbst keinen Nutzen schaffst

Was willst du von dir? Niemand will so viel von dir wie du selbst.

Am Ende des Tages stellst du die Forderungen. Jeder spricht für sich.

Keiner braucht dich so wie du dich selbst.

Bist du bei dir, oder woanders?

Jeder hat nur sich selbst.

Und wenn jeder das wüsste, dann hätte jeder alles – auch die anderen.

Niemand kann dir so helfen wie du dir selbst.

Und wenn du dir guttust, kannst du vielleicht anderen guttun – wenn sie dich lassen.

Übung

  1. Schreibe auf: Wie schaffe ich jetzt Nutzen für mich selbst?
  2. Meditation: Wann hast du dich zum ersten Mal nutzlos gefühlt? Wer wärst du in diesem Moment mit dem Wissen, dass du niemandem zu nutzen brauchst, außer dir selbst?

Wenn du das Gefühl verstehst, lässt du es hinter dir, und es bleibt Frieden.

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2 Kommentare
  1. Andreas
    Andreas sagte:

    Tja – Die meisten Menschen leben für andere. Ich muss das auch, weil ich weiter existieren will. Somit bin ich Sklave und „gehöre“ anderen zeitweise. Dafür darf ich weiter existieren. Es stellt sich die Frage: Warum weiter existieren, wenn das doch so leidvoll ist?
    Ich habe zwar für mich einen, genau einen Grund gefunden, während es duzende Gründe dagegen gibt, der mich veranlasst, weiter zu existieren, würde aber gerne wissen, welches dein Grund ist.

    Antworten

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