Bei einer Coaching-Sitzung heute habe ich mit meinem Klienten viel über unsere Ängste gelernt. Und dass unsere Angst, unser größter Feind, das Monster in unserem Leben, ein Freund werden kann.

Wie lang willst du mit der Angst vor der Angst leben? Wie oft willst du die Horrortrips immer wieder durchleben, durch die du vor jeder Panik-Attacke gehst? Wie lang willst du noch traurig bleiben, weil du gegen einen Teil von dir selbst kämpfst?

Nach 90 Minuten hat Simon (Name geändert) Gründe gefunden, warum seine Angst gar nicht das Problem war. Das Problem, wenn du es so nennen willst, der Grund für sein Leiden liegt in seinen Gedanken über das, was passieren wird. In seinen Gedanken über die Angst. In seinen Gedanken ÜBER seine Gedanken! In seinen Gedanken, dass er die Kontrolle haben muss. Dass er alles verlieren wird, wenn er dem Gefühl nachgibt. Dass die Angst zu stark ist.

Nach 90 Minuten Meditation mit The Work sagte er mir das (eigentlich unglaublich für jemanden, der unter Angstzuständen leidet):

Ich kann erkennen, warum das Gefühl nicht nur schlecht ist. Warum das Gefühl bleiben darf, solange es da ist. Denn wenn die Angst bleiben würde, hätte das auch positive Seiten für mein Leben:

  • Ich würde mir wieder mehr Zeit für mich nehmen.
  • Ich würde das Leben versuchen zu genießen.
  • Ich würde bewusster leben, die Momente bewusster leben.
  • Ich wäre dankbarer für die schönen Momente und Tage.
  • Ich würde das Leben nicht als selbstverständlich ansehen.

Sind das nicht gute Gründe, auch die Momente der Angst mehr wertzuschätzen? Was tun wir mit unserem Leben, wenn wir die Angst einfach nur loswerden wollen, wie einen Kaugummi an der Schuhsohle? Die Angst will uns etwas sagen. Dann darf sie gehen! Aber wir hassen unser Leben, anstatt dem Gefühl auf den Grund zu gehen. Wir sind nicht mehr dankbar für dieses Wunder, das uns passiert. Das wir miterleben dürfen.

Bitte, versteh mich nicht als Zyniker. Ich weiß, wie unangenehm Angst ist – ich hatte sie Jahrzehnte lang ständig, und einige Jahre davon täglich. Aber sie hat mein Leben verwandelt, mich gezwungen, mich weiterzuentwickeln. So wie Simon heute.

Wenn du nicht mehr gegen deine Angst kämpfen willst, sondern sie verstehen und endgültig auflösen willst, empfehle ich dir, die Meditation The Work von Byron Katie zu machen. Du findest alles darüber in meinen Artikeln und ich helfe dir in meinem Coaching mit The Work.

Danke Simon – ich habe heute viel von dir gelernt!

Morgens waren die Schmerzen am schlimmsten. Mein Kopf fühlte sich dann an, als hätte sich alles Blut und Wasser meines Körpers in meinem Kopf gesammelt und als müsste nur jemand einen Wasserhahn oder ein Ventil öffnen, damit alles unter Hochdruck aus mir heraus spritzen könnte. Aber es gab keinen Wasserhahn. Es gab nur diesen drückenden Schmerz, gegen den keine Tablette und auch keine Spritze half. Warum war diese Zeit in Wirklichkeit das Beste, was mir passieren konnte? Weil sie mich gelehrt hat, nach meinem Gefühl zu leben. Weiterlesen

Ich steige am Olympia-Einkaufszentrum aus der U-Bahn und auf der Rolltreppe fällt alles in mir zusammen. Was für eine hässliche, trostlose Gegend. Hier war der Münchner Amoklauf. Graue Häuser. Alle eilen nur von A nach B. Mehr Spuren auf der Straße als Bäume am Straßenrand. Ich fühle mich so unwohl hier. Ich fühle mich klein, ausgeliefert. Aber an diesem Tag lerne ich etwas: Ich kann mich Zuhause fühlen, da, wo ich gerade bin. Ich kann mich wohl fühlen, wo ich früher fast in Panik ausgebrochen bin. Weiterlesen

Sie hatte mich fast 10 Jahre lang im Griff: die Angst vor der Angst. Panikattacken, oft ständige innerliche Anspannung, Rückzug von allem – das schien mein Los auf immer und ewig zu sein. Irgendwann war ich am Punkt angelangt, dass ich bereit war, meine größten Alpträume wahr werden zu lassen, weil ein Leben im Griff der Angst vor der Angst nicht lebenswert ist. Ich denke, ich wäre heute tot oder wahnsinnig, wenn ich die folgende Frage nicht für mich entdeckt hätte. Weiterlesen

Viel schlimmer als Angst und Unsicherheit ist ein Leben, in dem ich mich wegen meiner Angst schäme, verstecke. Verstelle. Das Gefühl, verletzbar zu sein als etwas Furchtbares verurteile, und damit mich selbst verurteile. Es ist nie zu spät, das Unmögliche zu tun und Ja zu sich zu sagen. Egal, was jetzt ist. Und damit zu jedem Gefühl Ja zu sagen, das gerade diesen Körper durchströmt.

Denn dieses Ja macht Schluss mit der Endlosschleife aus Angst und Scham, noch mehr Angst und noch mehr Scham. Weiterlesen

Grübeln abstellen, das Gedankenkarussell stoppen – das geht nur, wenn sich etwas Grundlegend in mir verändert. Ich muss dazu wach werden – einen klaren Blick für mein Leben entwickeln. Hier präsentiere ich ein paar Auswege für Denk-Junkies wie mich. Weiterlesen

Wir suchen Techniken, bewährte Methoden, sichere Wege zum Glück. Zum Leben frei von Ängsten und Sorgen. Wir schauen neidisch auf die Glücklichen und fragen uns: Wie kann ich das auch haben? Wie kann ich so werden wie er oder sie? Aber das ist eine Falle. Niemand kann deinen Weg gehen. Aber du kannst es. Du tust es bereits! Weiterlesen

Akzeptiere deine Gefühle, dann können sie gehen – bewaffnet mit diesem Spruch im Kopf habe ich sicher tausende Male versucht, meine negativen Gefühle aufzulösen, zum Schweigen zu bringen, wegzumachen. Ich wollte sie akzeptieren, aber bloß, damit sie dann endlich verschwinden. Gefühle weg zu akzeptieren funktioniert aber nicht. Was ist das für eine Akzeptanz? Und warum sollte ich etwas akzeptieren, das ich doch weg haben will? Das ist ein Widerspruch in sich. Aber was hilft dann? Weiterlesen

Ich bin ganz schlecht darin, mit Panik umzugehen. Vielleicht habe ich deshalb früh angefangen nach Mitteln zu suchen, wie die Panik gar nicht erst aufkommt. Weiterlesen

Ich möchte heute eine Lanze für alle chronischen Angsthasen brechen – und das Wort Angststörung zu einem Tabu-Wort erklären. Ja, Angst kann furchtbar sein. Aber Angst ist nicht das Problem! Sondern die Folge ängstlicher Gedanken. Wer von sich denkt, er hätte eine Störung, wird sich niemals gesund fühlen. Weiterlesen