Warum liebe ich sie nicht? Mit dieser Frage im Kopf stand ich vor einiger Zeit in der Küche. Im Wohnzimmer saß meine damalige Freundin. Ich fühlte mich elend. Wollte meine Ruhe vor ihr, obwohl wir doch zusammen wohnten. Ich war kalt zu ihr, wollte einfach nur allein sein. Und ich verstand nicht, warum Frauen und ich uns offenbar nie gleich lieb haben konnten – entweder war ich der, der die andere vergötterte, oder andersrum. Und dann war ich gelangweilt.

Diese Gedanken gingen mir durch den Kopf, während ich vor mich hin kochte (ich glaube, es war was mit Nudeln). Dann richtete sich mein Blick plötzlich nach innen. Und ich merkte, dass es nichts mit meiner Partnerin tun hat, ob ich sie liebe. Es hat etwas mit mir zu tun:

Ob ich bei mir bin, oder bei ihr mit meiner Aufmerksamkeit. Ich bin dabei gar nicht wirklich bei ihr, sondern nur bei meinen Gedanken über sie. Wenn ich wirklich hier bin, in mich hinein höre und fühle, dann sehe ich mich weder als den Überlegenen, noch als den Unterlegenen. Weder als den, der etwas geben muss, noch als den, der etwas bekommen sollte.

Ich kann sie so sein lassen, wie sie ist. Wo davor der Gedanke war, wie langweilig es mit ihr ist, ist dann da der Gedanke: „Wie aufregend. Was wird wohl als Nächstes passieren?“ Und ich war plötzlich viel interessierter an ihr, viel freundlicher. Und das Schönste: Ich war in Kontakt mit mir selbst. Ich brauchte nichts mehr von ihr, sondern hatte schon alles. Und ich fühlte mich wieder verbunden mit ihr.

 Ob ich meinen Partner liebe, hat weniger mit ihm und mehr mit mir zu tun. Umgekehrt ist es genauso. 

Wie bleibe ich bei mir?

Es kann unendlich schwer sein, bei sich selbst zu bleiben, wenn ich nur über mich nachdenke. Wenn ich darüber nachgrüble, was ich tun sollte, wer ich bin, wie ich sein sollte. Und es wird ganz einfach, wenn ich einfach darauf achte, was gerade in mir vorgeht. Das kann aber auch schwer sein. Nur ein paar Sekunden, und ich verliere mich in meinen Gedanken. Abhilfe kann eine starke Meditation wie etwa The Work schaffen.

Selbstbewusstsein ist der Schlüssel…

…aber es geht um mehr als das, was wir üblicherweise als Selbstbewusstsein verstehen; im Sinne von Selbstvertrauen. Ich kann sogar erst wirklich in mich selbst vertrauen, wenn ich bei mir bin. Mir meiner Selbst bewusst bin.

Anstatt über mich oder meinen Partner nachzudenken, nehme ich meine Gedanken über mich und meinen Partner einfach nur wahr. Das wäre ein starker erster Schritt.

  • Ich nehme wahr, was ich jetzt im Moment denke. Welche Bilder ich vor meinem inneren Auge sehe.
  • Ich nehme den Unterschied wahr – zwischen mir, dem Beobachter, und zwischen den Gedanken, die ich beobachte. Hier bin ich, dort sind meine Gedanken und Gefühle.
  • Ich nehme wahr, wie sich mein Körper anfühlt.
  • Ich nehme wahr, wie es sich anfühlt, zu sein.
  • Ich nehme wahr, wo ich gerade stehe, was ich gerade tue.

Und dann schaue ich mir in gewisser Weise selbst zu bei dem, was ich mache, sage und denke. Es ist schwer zu erklären. Ich tue automatisch das Richtige.

 Wenn Du mehr über meine Definition von Selbstbewusstsein erfahren und mehr über dich, mehr über die Liebe deines Lebens rausfinden willst, empfehle ich dir meinen Vortrag Selbst, bewusst und glücklich

Mehr Selbstbewusstsein hat mich gerettet – hier spreche ich über meine Erfahrungen und wie dir das helfen kann

Du willst dich von deinem Schmerz befreien? Hilfe findest du in meinem Buch:

„Dich finden, dich lieben, dir vertrauen

Die Übungen, Rezepte und Gewohnheiten der Mentoren und erfolgreichen Menschen.

Mehr erfahren (mit Leseprobe)

Foto 1: Pixabay

Foto 2: Pixabay

 

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.