In diesem Video gehe ich der Frage auf den Grund: Warum ist mir jemand so wichtig, obwohl er mir nicht gut tut? Warum tun wir uns selbst weh, indem wir uns nicht einfach von ihm oder ihr fernhalten? Fernhalten von Menschen, die mit uns spielen. Die uns begehren und im nächsten Moment stehen lassen? Du willst aus einer schmerzhaften Beziehung entkommen? Hier ist die Antwort.

Solange wir denken, dass wir etwas von anderen brauchen, sind wir ihre Gefangenen. Aber ist das so einfach, mich unabhängig zu machen? Und wäre ich dann nicht furchtbar alleine? Ist es nicht normal, auf Liebe und Wertschätzung von Menschen angewiesen zu sein, die uns wichtig sind?

Das LAW-Virus

Meine Ausbilderin und Freundin Herta Meirer spricht immer wieder vom LAW-Virus: Es ist eine chronische Grippe, ein Fieber, das aber nur unser Herz befällt. Es ist die Suche nach Liebe, Anerkennung, Wertschätzung. Symptome des Virus sind ständige Unsicherheit, nur kurzfristiges Glück – etwa dann, wenn wir frisch verliebt sind oder unser Partner genau so mitspielt, wie wir es haben wollen.

Was ich dir hier erzähle, ist eine komplett andere Sicht auf zwischenmenschliche Beziehungen.

Ich behaupte, dass wir nur dann glückliche Beziehungen führen können, wenn wir nicht nach Liebe, Anerkennung und Wertschätzung suchen. Denn: Jeder Mensch kann sich das alles selbst geben. Noch mehr: Jeder Mensch IST Liebe. Aber wenn wir am LAW-Virus leiden, sehen wir das nicht. Wir sehen überhaupt nichts, außer unsere Sehnsucht. Unsere Sehnsucht nach dem, was wir längst besitzen und nur vergessen haben. Unsere tiefe und total nachvollziehbare Sehnsucht nach Liebe. Denn ohne sie können wir nicht leben. Aber solange wir Liebe bekommen wollen, können wir sie weder wirklich geben, noch jemals echt bekommen. Warum ist das so?

Wie kommst du los von Menschen, die dir nicht gut tun?

Komm los von dir selbst – von deinem Bild von dir selbst, das dir nicht gut tut! Wenn du dich als die Liebe kennenlernst, die du bist und die du in dir trägst, verwandeln sich alle deine Beziehungen. Und die, die nicht mehr diesem Gefühl in dir entsprechen, lösen sich friedlich auf.

Was soll das heißen, dass wir Liebe sind?

Für mich klingt dieser Satz auch immer wieder komisch – wir sind doch Menschen, und Liebe ist ein Gefühl! Aber wir verwechseln Liebe mit Haben wollen. Warum gibt es Großzügigkeit? Warum gibt es Menschen, die ohne nachzudenken für andere in brennende Häuser laufen? Warum hast du nicht schon längst aufgegeben, obwohl das Leben ganz offenbar eine Ansammlung von immer wiederkehrenden Tiefs und Problemen ist?

Weil etwas in dir ja sagt zum Leben.

Es sagt ja zu jeder Beziehung, die du führst. Es glaubt immer an das Gute im Leben. Es sagt ja zu jeder Erfahrung, die du machst. Dieses es bist du! Es ist immer da, stimmt’s? Erst der Widerstand unseres Verstandes macht aus Erfahrungen wie Beziehungen etwas, das unseren Hass, unsere Ablehnung verdient.

Versteh mich nicht falsch: Lieben heißt nicht, in schädlichen Beziehungen bleiben. Aber Lieben heißt, nicht als Bettler aus solchen Beziehungen zu gehen, sondern als reicher Mensch, der etwas Schöneres in sein Leben bringen will.

Und erst die Strategie unseres Verstandes, so viel Liebe wie möglich zu bekommen (anstatt sie zu geben) macht aus Beziehungen ein Problem. Hält problematische, schädliche Beziehungen in unserem Leben. Denn würden wir uns selbst lieben, würden wir nicht den Drang verspüren, in diesen Beziehungen zu bleiben. Oder?

Verstehe dich selbst und du bist sofort frei vom LAW-Virus

In meinem Video spreche ich darüber, wie wir das LAW-Virus überleben können. Es geht wirklich ums Überleben – ums emotionale Überleben, um ein gesundes Leben gefüllt mit schöner Zeit und guten Beziehungen.

Bild: Pixabay

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„Dich finden, dich lieben, dir vertrauen

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Wer schreibt hier?

Gidon Wagner
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Hi, ich bin Gidon – Journalist und Buchautor. Ich beschäftige mich nun seit über 10 Jahren damit, was Menschen glücklich macht und teile hier meine Erfahrungen.

5 Kommentare
  1. Stefan
    Stefan sagte:

    Hallo, ein tolles und aufrichtiges Video! Danke fürs bereitstellen! Ein Satz daraus ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Wie soll man Achtung vor sich selbst haben, wenn man sich immer wieder selbst in die Eier haut (als Mann gesprochen). Das ist wahr! Keiner hat mehr Zeit mit mir verbracht, als ich selbst. Wer soll demnach besser wissen, was für mich gut ist, als ich selbst. Das ist ein Prozess. Packen wir es an, ich freu mich drauf 🙂

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  2. Eva
    Eva sagte:

    Hallo,Gidon ich kann nicht zu mir finden.Ich lebe seit 37 Jahre mit meinen Ehemann der mir nicht gut tun,aber ich komme nicht von ihm los.Enttaüscht mich immer wieder

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  3. Aeling
    Aeling sagte:

    Ich weiß es auch. Ich finde allerdings mein eigenes Leben derzeit so schwierig, dass ich das Gefühl habe, er, den ich liebe, ist die einzige willkommene Abwechslung. Ich habe das Gefühl, obwohl er mich schlecht behandelt, fühle ich mich insgesamt immer noch, trotz allem Leidens, besser, als wenn ich mich dann auch noch trenne, von ihm dem Narzisten, wo ich das Gefühl habe ihm 24h am Tag 7 Tage die Woche seit 7 Jahren hinterher rennen zu müssen. Ich leide massiv, doch ich habe leider das Gefühl, eine Trennung brachte mehr Stress.. Ich habe das Gefühl er, der mich am meisten Stresst ist gleichzeitig der, mich am meisten beruhigt. Ich habe Angst.

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