Zurück zur Seite 1: Willst du Harmonie oder willst du dich selbst lieben?

Ich weiß schon, was ich will – jetzt brauche ich nur dafür einstehen

Ich weiß immer schon, was für mich richtig ist. Ein paar Beispiele:

  • Mit der Expartnerin und heute guten Freundin Kontakt halten, mit der mich sechs lange Jahre Beziehung verbinden, auch wenn „die Neue“ das nicht gern sieht.
  • Mir von anderen nicht in meine finanziellen Angelegenheiten reinreden lassen.
  • Die Wohnung dann staubsaugen, wenn ich es für richtig halte.

Was sich für mich richtig anfühlt, das bin ich mir selbst schuldig. Das muss ich tun. Es mir schönreden, dass ich gegen meine Intuition handle, macht es nicht besser.

Herausfinden, was ich wirklich will

Wenn du jetzt in einem Streit hin und her gerissen bist, dann stell dir jetzt die Frage: Was will ich wirklich, das nichts mit den Angelegenheiten der anderen zu tun hat? Was will ich nur für mich? Was sagt mir mein Gefühl? Die erste Antwort, die dir kommt, ist höchstwahrscheinlich deine eigene, wahrste Antwort. Und sobald du „Ja, aber…“ sagst, ist der Zeitpunkt, wo du dich selbst nicht mehr ernst nimmst.

Meine Wahrheit stimmt immer nur heute für mich – morgen kann ich schon wieder anders denken und fühlen

Hier eine Antwort zu finden, heißt nicht, dass sie sich nicht irgendwann wieder ändern kann. Wenn du dir diese Frage beantwortet hast, genügt es aber erst einmal. Du bist dir selbst auf der Spur, was du wirklich willst.

Die Angst vor Konflikten verlieren

Oft versuche ich Konflikte zu vermeiden, um die Harmonie zu wahren. Als Kind habe ich vielleicht oft die Streitereien der Erwachsenen beobachtet und darunter gelitten.

Ich habe als Kind auch gelernt, dass ich alles tun muss, um geliebt zu werden; sonst werde ich verhungern! Alleingelassen! Diese Angst darf ich heute ablegen und mich fragen: Ich brauche, dass alles gut zwischen uns ist – kann ich absolut sicher wissen, dass das wahr ist?

Ungeprüften Überzeugungen auf die Schliche kommen und endlich frei von Angst sein

Aber wie legt man die Angst und den Grauen vor Konflikten ab? Dabei hilft mir persönlich, meine Gedanken über mich und andere zu hinterfragen – mit der Methode The Work von Byron Katie. An Gedanken und Überzeugungen halten wir oft fast blind fest, ohne sie jemals zu hinterfragen. Mit den vier Fragen von The Work geht das plötzlich und das verschafft mir endlich Freiheit.

Dann merke ich: Nein, es darf auch mal nicht alles gut zwischen uns sein; ich kann anderer Meinung sein als der andere, ich kann mein Ding machen, und mich dabei gut fühlen. Ich bin mir selbst ein Freund und sage nicht nein zu mir, während ich zum anderen ja sage. Und ich bleibe dabei liebevoll – mit mir und anderen. Ich arbeite zumindest daran. Oft lösen sich Konflikte dabei ganz von selbst.

Damit meine ich keine Rücksichtslosigkeit!

Seite 3: Konflikte sind Gelegenheiten, meine eigenen Wünsche besser kennenzulernen

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