Ich habe schon Millionen mal gelesen, um was es im Leben wirklich geht. Die ganzen Sprüche gehen bei mir nur noch links rein, rechts raus. Davon zu lesen ist nichts im Vergleich dazu, etwas wirklich Echtes und Wahres zu spüren und zu TUN. Was heißt es, erfüllt zu sein? Frei? Ein Wort. Ein Moment. Eine Entscheidung. Eine neue Sicht.

Da passt der Refrain vom Lied „Ich kann alles“, das mich „zufälligerweise“ in meiner schwersten Zeit beim täglichen verlorenen aber heilsamen Lauf durch den Park begleitet hat:

„Und die Vögel, sie zwitschern immer noch das alte Lied,
Ein zahmer singt von Freiheit, ein wilder Vogel fliegt.
Und jeder Spruch klingt so wie tausende zuvor,
Nicht mehr wert als nur ein Rauschen im Ohr.“ (Von: OK KID)

Mit diesem Lied habe ich damals beim täglichen Laufen alles hinter mir gelassen, was nicht echt, nicht erfüllend, nicht mein Herzenswunsch war. Für eine Stunde: Freiheit. Es schien, als wäre ich nur noch beim Laufen wirklich lebendig, am Leben, voller Genuss und Lust. Täglich eine Stunde den Kopf aus den Wolken stecken.

Täglich eine Stunde wieder daran glauben lernen, dass ich alles kann und kein Leben leben will, das sich so aufgezwungen und unecht anfühlt. Zwischen Büro, Pizza, Fernseher und schlauen spirituellen Sprüchen von irgendwelchen Meistern langsam einschlafen.

Ich glaube, im Leben geht es darum, los zu fliegen UND von Freiheit zu singen. Ich habe jahrelang nur davon gesungen und brauchte einen kräftigen Arschtritt vom Leben, um aus meinem Nest zu fallen.

Dann habe ich angefangen, wieder etwas zu TUN und zu entdecken, wie ich wirklich leben will. Und ich stehe ganz, ganz vorne am Anfang, habe ich das Gefühl.

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