Ein Video zum Artikel „Wie schließt man mit der Vergangenheit Frieden?“.

Ich antworte auf zwei bewegende und inspirierende Leser-Kommentare und versuche zu zeigen, dass wir uns jetzt neu entscheiden können und unserer Vergangenheit mit einem neuen Blick begegnen können.

Was heißt das? Soll ich es mir schön reden? Soll ich einfach über die Fehler anderer Menschen oder über meine eigenen hinwegsehen?

Alles fängt an, sich in mir zu beruhigen, wenn ich das Wesen eines Gedankens verstehe. Er ist ein Urteil über das, was passiert ist.

Was passiert ist, ist das, was passiert ist. PUNKT.
Was ich darüber denke, ist das, was ich darüber denke.
Das sind zwei paar Schuhe. Das eine ist das, was früher war. Das andere (meine Gedanken) ist das, was heute in mir vor sich geht.

Es geht nicht darum, etwas schön zu reden oder zu verdrängen, sondern es geht nur darum, sich JETZT für ein gutes Leben zu entscheiden. Das geht nur, wenn wir aufhören, in der Vergangenheit zu leben.

Die Vergangenheit ist vorbei. Was also heute am meisten weh tut, ist die Erinnerung und das, was wir darüber denken. Was weh tut, ist, dass wir das Geschehene immer wieder neu durchleben. Und dass wir denken, dass mit uns etwas nicht stimmt.

„Sie hat mich betrogen.“ Dieser Gedanke war mein jahrelanger Begleiter. Und in Gedanken passierte es jeden Tag aufs Neue. Ich wurde jeden Tag wieder betrogen. Weil zwar die Vergangenheit vorbei war, aber nicht meine Gedanken daran. In Gedanken kämpfen wir noch heute, während der echte Kampf zum Glück schon vorbei ist.

Was passiert ist, ist passiert. Daran kann ich nichts mehr ändern. Aber ich kann Frieden in meinen Gedanken stiften. Damit löst sich auch alter Schmerz, Groll und Leiden auf, und wir hören auf, die schreckliche Vergangenheit immer wieder aufs Neue zu durchleben.

Das ist kein Vergessen. Es ist ein Erinnern. Ein Erinnern daran, dass unser Leben gut ist. Dass ich gut bin. Dass du gut bist.

Zum ursprünglichen Artikel: Wie schließt man mit der Vergangenheit Frieden?

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